
21.09.
ICHTHYANDER
Tatjana Sawjalow – Vocals / Keys
Flo Hasenfuss – Gitarre
Felix Gerbig – Bass
Martin Surga – Schlagzeug
Ichthyander – so hieß das Wesen aus Alexander Beljajews Science-Fiction-Roman „Der Amphibienmensch“ aus dem Jahr 1928. Ein Wesen, das sowohl Kiemen als auch eine Lunge besaß und dadurch unter Wasser und an Land leben konnte, jedoch in keiner dieser Welten ausschließlich. Gleich der Romanfigur Ichthyander bewegt sich die Musik der Band frei zwischen den Welten und vereint sie zu ihrem eigenen, individuellen Sound innerhalb des Contemporary Jazz. Einflüsse aus der Klassik, insbesondere durch Komponisten wie Béla Bartók oder Sergei Prokofjew, verschmelzen in Sawjalows Kompositionen mit Elementen des Progressive Rock und Einflüssen aus der russischen Volksmusik. Rhythmisch komplexe Odd Meter, virtuose Gitarren- und Bass Lines und ein perkussives Klavier kontrastieren mit entschleunigten und fließenden Passagen, in denen die Stimme frei über der Soundlandschaft schweben kann. Komposition und Improvisation werden eingebettet in einen durch Effekte und Loops angereicherten Klang. Mal dicht und laut, mal leise und durchsichtig.
Ichthyander was the name of the creature in Alexander Belyaev’s 1928 science-fiction novel *The Amphibian Man*. A being equipped with both gills and lungs, Ichthyander is able to live both underwater and on land, belonging fully to neither world. Like the novel’s protagonist, the music of Ichthyander moves freely between different worlds, combining them into an individual sound within contemporary jazz. In Tatjana Sawjalow’s compositions, influences from classical music — particularly composers such as Béla Bartók and Sergei Prokofiev — merge with elements of progressive rock and Russian folk music. Rhythmically complex odd meters, virtuosic guitar and bass lines, and percussive piano contrast with slowed-down, flowing passages in which the voice can freely float above the soundscape.
29.09.
DROIDROID
Tobias Bruhns – Gitarre
Andre Kluth – Bass
Oskar Schönherr – Schlagzeug
DROIDROID aus Bremen experimentieren mit Kraut, New Wave und Contemporary Jazz. Ein Pulk an Gitarreneffekten, Kontrabass und mehrschichtiges Drumming räumt dem Trio laute wie auch zerbrechliche Sounds für modernen Jazz ein. Psychedelischer Klang wird improvisiert, arrangiert, entwickelt und zerlegt.
Hailing from Bremen, DROIDROID experiment with krautrock, new wave and contemporary jazz. Aswarm of guitar effects, double bass and layered drumming gives the trio room to explore both loud and fragile sounds within a modern jazz framework. Psychedelic textures are improvised, arranged, developed and ultimately taken apart again. Their music constantly shifts between structure and spontaneity, intensity and delicacy, creating a sound world that refuses to settle into a single genre.


05.10.
Webster / Lisle /
Grigg / Brügge
Colin Webster – Altsaxofon
Matthew Grigg – Gitarre
Tobias Brügge – Tenorsaxofon
Andrew Lisle – Schlagzeug
Brandneues Quartett hoch angesehener britischer und deutscher Improvisationsmusiker. Der Saxofonist Colin Webster und der Schlagzeuger Andrew Lisle gehören zu Londons führenden Improvisatoren und arbeiten seit über einem Jahrzehnt intensiv zusammen. Matthew Grigg ist ein äußerst aufregender Gitarrist aus Bristol, der seine ganz eigene Sprache und seinen eigenen Stil auf dem Instrument entwickelt. Das britische Trio wird durch den gefragten, in Leipzig lebenden Saxofonisten Tobias Brügge ergänzt.
Brand new quartet of highly regarded British and German improvisers. Saxophonist Colin Webster and drummer Andrew Lisle are two of London’s leading improvisers, having worked prolifically together for over a decade. Matthew Grigg is an exciting guitarist from Bristol, developing his own distinctive language and approach to the instrument. The British trio are joined by Leipzig-based saxophonist Tobias Brügge, one of the most sought-after young voices in the German improvised music scene.
12.10. (1/2)
FEYVA
Doppelkonzert mit
Feyva & Logical Rain
Feyva – Solo / Band
Feyva bewegt sich mit ihrem atmosphärischen Art-Pop zwischen zwei Welten. Sie verbindet elektronische Sounds mit Soul- und Jazz-Einflüssen und erschafft cineastische Klangwelten. Warme Synthesizer, organische Texturen und handgemachte Klänge tragen ihre facettenreiche Stimme, die zwischen zarter Intimität und kraftvollem Ausdruck wechselt. Ihre Musik lädt zum Träumen ein, zum Sich-Verlieren, aber auch zum Tanzen und Loslassen. Inspiriert von Acts wie Billie Eilish, Yebba und Nils Frahm entwickelt Feyva einen Sound, der emotionale Tiefe mit moderner Elektronik verbindet und sich jenseits klarer Genregrenzen bewegt. Live bringt Feyva ihre Musik mit Band auf die Bühne oder performt solo an Klavier, Synthesizer und Gitarre. Mit pulsierenden Rhythmen, warmen Klangflächen und intensiver Energie entsteht ein Sound, der berührt, mitreißt und einen für einen Moment alles um sich herum vergessen lässt.
Feyva’s atmospheric art pop inhabits a space between two worlds, blending electronic sounds with influences from soul and jazz to create immersive, cinematic soundscapes. Warm synthesizers, organic textures and handcrafted sounds provide the foundation for her versatile voice, which moves between delicate intimacy and powerful expression. Her music invites listeners to dream, get lost, dance and let go. Inspired by artists such as Billie Eilish, Yebba and Nils Frahm, Feyva has developed a sound that combines emotional depth with contemporary electronics while deliberately moving beyond clear genre boundaries.


12.10. (2/2)
Logical Rain
Franz Flemming
Annika Liebig
Anton Israel
Wie auch die Tropfen im Regen, ist der Zufall schwer vorherzusehen. Logical Rain hat genau die zufälligen Momente lieben gelernt und sie sich zu eigen gemacht. Mit ihrer kindlichen Verspieltheit und unbeschwerter Experimentierfreude begegnen sie der Angst vor der eigenen Vergangenheit, dem Sich- alleine- fühlen, aber auch der Hoffnung auf ein Rendezvous mit sich selbst. Berührend und herausfordernd zugleich zeigt das Trio mit seiner eigenen Klangästhetik Wege aus dem Dickicht der Gedanken ins Freie. Im Alltag entsprungene Klänge und Geräusche, dienen dabei häufig als perkussives Element oder Mittel zur atmosphärischen Tiefe. Das Ergebnis st ein rhythmisch dominiertes Gesamtwerk aus massiven Bässen, geladenen Hooklines und einer tiefen Liebe zum Synthesizer-Sounddesign.
Like drops of rain, chance is difficult to predict. Logical Rain have learned to embrace these momentsof unpredictability and make them their own. With a playful, childlike curiosity and an uninhibited spirit of experimentation, the trio confronts the fear of their own past, the experience of being alone, and the hope of a rendezvous with oneself. Both touching and challenging, Logical Rain create their own sonic aesthetic, opening pathways out of the thicket of thought and into the open. Sounds and noises drawn from everyday life often become percussion or serve as elements of atmospheric depth. The result is a rhythmically driven body of work built from massive bass lines, charged hooks and a deep fascination with synthesizer sound design

19.10.
Max Löbner KLSD
Max Löbner – Gitarre
Fridolin Krön – Gitarre
Julian Drach – Saxofon
KLSD ist ein automatisches Sound-Bias-Design. Durch den Einsatz eines begrenzt patentierten Schrägverzahnungskonzeptes in der Besetzung und den musikalischen Strategien reagiert die Band sofort auf Schlupfereignisse und bringt die Kraft direkt auf den Boden. Es gibt keine Kniescheiben, die verschleißen könnten, und die Belastbarkeit ist nahezu unbegrenzt. KLSD integriert sich nahtlos in das Venue, ohne Rattern, Einschaltgeräusche oder übermäßige Wartungsroutinen und sorgt gleichzeitig für maximale Kurzweiligkeit, weniger Wartezeiten und niedrigere Störfaktoren. Die Band KLSD (Krön – Löbner – Sonnenschein – Drach) formierte sich im September 2021. In der ungewöhnlichen Besetzung mit zwei elektrischen Gitarren, Schlagzeug und Altsaxofon entsteht ein Klangbild, dessen zugrundeliegende Strategien sich konsequent zwischen den Polen von Komposition und Improvisation bewegen. Das Repertoire speist sich aus gemeinsamen Konzepten der Bandmitglieder und lässt Genregrenzen ebenso selbstverständlich hinter sich wie feste Rollenzuschreibungen. Trotz räumlich voneinander getrennter Lebensmittelpunkte steht das kollektive Arbeiten im Zentrum: Material wird gemeinsam entwickelt, individuell interpretiert und im Zusammenspiel neu geformt. Daraus resultiert ein Bandsound, der sich gängigen Kategorisierungen entzieht und gerade durch seine druckvolle Fragilität überzeugt. 2024 wurde KLSD mit dem Mitteldeutschen Jazzpreis ausgezeichnet; zudem erhielt die Band den Leipziger Jazznachwuchspreis der Marion Ermer Stiftung. Das Debütalbum „KLSD_1“ erschien im Januar 2025.
KLSD is an automated sound-bias design. Through the use of a limited-patent bevel-gear concept in its instrumentation and musical strategies, the band responds instantly to slippage events and transfers the power directly to the ground. There are no kneecaps to wear out, and the load-bearing capacity is virtually unlimited. KLSD integrates seamlessly into the venue, without rattling, power-on noises or excessive maintenance routines, while ensuring maximum entertainment, reduced waiting times and minimal interference factors. The band KLSD (Krön – Löbner – Sonnenschein – Drach) was formed in September 2021. Their unusual line-up of two electric guitars, drums and alto saxophone creates a sound world whose underlying strategies consistently move between composition and improvisation. The repertoire emerges from concepts developed collectively by the band members, leaving genre boundaries and fixed musical roles behind with equal ease.
26.10.
NUJAKASHA
Vincent Crusius – Schlagzeug
Philipp Volkholz – Bass
Julian Blumenthaler – Keys & Violine
Ein Name, ein Sound. Die dreiköpfige Band Nujakasha erschafft sphärische Klangwelten und treibende Beats – rein instrumental. Schlagzeug, Bass, Piano, Synthesizer und Violine verschmelzen zu einem Sound, der von Hip-Hop, Jazz und Soul inspiriert ist. Rhythmische Überlagerungen treffen auf tanzbare Grooves, rasante Läufe auf lyrische Melodien. Das Ergebnis ist ein Klangbild voller Dynamik, Tiefe und Atmosphäre – mal hypnotisch, mal treibend, immer einzigartig. Mit ihrem ersten Longplayer schlägt die Band neue Pfade ein: Instrumental Jazz und Hip-Hop werden neu interpretiert – experimentell, emotional und voller Spielfreude. Große Arrangements treffen auf feinfühlige Details, organische Energie auf elektronische Weite. Dabei wagen sich Nujakasha bewusst aus vertrauten Strukturen heraus und erschaffen eine Musik, die Klanggewalt und Sensibilität in Einklang bringt. Ein besonderes Highlight bildet das Rap-Feature mit NEONE the Wonderer, das dem Album zusätzliche Tiefe und narrative Kraft verleiht. Nujakasha zeigen, dass Instrumentalmusik weit mehr sein kann als Hintergrund – sie ist Ausdruck, Bewegung und Kommunikation. Ein Sound, der Brücken schlägt: zwischen Jazzclub und Clubnacht, zwischen Komplexität und Leichtigkeit, zwischen Kopf und Körper.
A name, a sound. The three-piece band Nujakasha creates atmospheric soundscapes and driving beats — entirely instrumental. Drums, bass, piano, synthesizers and violin merge into a sound inspired by hip-hop, jazz and soul. Layered rhythms meet danceable grooves, rapid runs meet lyrical melodies. The result is a dynamic and atmospheric sound world — sometimes hypnotic, sometimes driving, always distinctive. With their first full-length album, the band explores new territory, reinterpreting instrumental jazz and hip-hop in an experimental, emotional and playful way. Expansive arrangements meet subtle details, organic energy meets electronic spaciousness. Nujakasha deliberately step outside familiar structures, creating music that balances sonic intensity with sensitivity. A special highlight is the rap feature with NEONE the Wonderer, adding another layer of depth and narrative force to the album
